{"id":563,"date":"2025-07-15T22:35:18","date_gmt":"2025-07-15T22:35:18","guid":{"rendered":"http:\/\/netzwerk-nachhaltige-wissenschaft.de\/?p=563"},"modified":"2025-10-08T05:16:10","modified_gmt":"2025-10-08T05:16:10","slug":"christina-hoelzel-wissenschaftsfreiheit-die-ich-meine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/netzwerk-nachhaltige-wissenschaft.de\/?p=563","title":{"rendered":"Christina H\u00f6lzel: Wissenschaftsfreiheit, die ich meine"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Essay, so verriet mir das Internet, als ich zum ersten Mal in die Verlegenheit kam, einen zu schreiben, sei ein geist- und kenntnisreicher Text zu einem scharf umfassten Thema. Kurz fragt man sich an dieser Stelle, warum das Laborjournal aus unserem Netzwerk Nachhaltige Wissenschaft ausgerechnet die Tier\u00e4rztin anfragt, einen solchen Essay zu verfassen, h\u00e4tte es doch auch echte Geisteswissenschaftler*innen gegeben. Andererseits soll ein Text ja nun auch seine Zielgruppe im Blick haben, und da schreibt es sich aus der Laborwissenschaft f\u00fcr die Laborwissenschaft m\u00f6glicherweise doch passender. Die Textgattung also war gesetzt, aber immerhin das Thema konnte ich <em>frei <\/em>w\u00e4hlen, womit das Thema auch schon fast benannt ist, jedenfalls zu einem F\u00fcnftel oder auch zur H\u00e4lfte, wenn man in Inhalt statt Zeichen rechnet: <em>Wissenschaftsfreiheit<\/em> also.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Wissenschaftsfreiheit ist in unserem Grundgesetz ausdr\u00fccklich gesch\u00fctzt, ohne dass das Grundgesetz sie allerdings definieren w\u00fcrde \u2013 das handhaben Gesetze ja ganz gerne mal so. In Artikel 5 des Grundgesetzes (derselbe Artikel behandelt auch die Meinungsfreiheit) hei\u00dft es im letzten Absatz 3, Satz 1 nur lapidar: &#8222;<em>Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei<\/em>&#8222;. Wei\u00df man im Jahr 2025 etwas nicht (hier: die Definition), fragt man Chat-GPT, das noch weniger wei\u00df. Da mir aber der Strom zu schade ist f\u00fcr jede Nutzeranfrage an parasitierende KIs (ich schweife ab! Wir erinnern uns: scharf umrissen\u2026), \u00fcberspringen wir das und befragen \u2013 um nicht gleich bei den Philosophen zu landen \u2013 eine ungleich validere Quelle, n\u00e4mlich die Bundeszentrale f\u00fcr Politische Bildung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dort wird die Wissenschaftsfreiheit immerhin paraphrasiert, n\u00e4mlich als \u201edie Unverf\u00fcgbarkeit wissenschaftlicher Richtigkeit f\u00fcr den Staat\u201c.<sup data-fn=\"63572ed3-4988-4ba7-9f72-025cb84ba9b3\" class=\"fn\"><a href=\"#63572ed3-4988-4ba7-9f72-025cb84ba9b3\" id=\"63572ed3-4988-4ba7-9f72-025cb84ba9b3-link\">1<\/a><\/sup> Der Artikel beschreibt auch den spannenden historischen Weg der Wissenschaftsfreiheit in unsere (und sp\u00e4ter auch andere) Verfassungen. Wissenschaftsfreiheit ist demnach ein <em>spezifisch deutscher Beitrag zur transnationalen Ausformung von Grundrechtskatalogen<\/em>. Ich \u00fcbersetze: vor uns hatte das keiner. Weder die Allgemeine Erkl\u00e4rung der Menschenrechte (1948) noch die Europ\u00e4ische Menschenrechtskonvention (EMRK, 1950) enthalten Regelungen zur Wissenschaftsfreiheit, die \u00fcber die Meinungsfreiheit hinausgehen, wohl aber die Grundrechtecharta der Europ\u00e4ischen Union.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">G\u00e4rditz betont au\u00dferdem, die politische Diskussion (des Jahres 2021) \u201e<em>verzwerge<\/em>\u201c die Wissenschaftsfreiheit zur Meinungsfreiheit, und in der Tat: es gibt gute Gr\u00fcnde, die Freiheit der Kunst, Wissenschaft, Forschung und Lehre eben nicht nur in der Meinungsfreiheit \u201emitzudenken\u201c. Einschub: An dieser Stelle ist man durchaus verlockt, unmittelbar zum Gendern \u00fcberzuleiten \u2013 aber da sind wir noch nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcberhaupt ist G\u00e4rditz\u2018 Text ein vielf\u00e4ltiger Einstieg auch in allerlei benachbarte Themen, etwa das der \u201eWahrheit\u201c: \u201eWas ist Wahrheit?\u201c spricht hier mal nicht Pilatus zu Jesus, sondern die Leserin r\u00e4tselnd zu der Textpassage, Wissenschaftsfreiheit ziele darauf ab \u201e<em>die Suche nach Wahrheit freien gesellschaftlichen Institutionen anzuvertrauen<\/em>\u201c. Nun ist Wahrheit ein gro\u00dfes Wort, und gerade in den Laborwissenschaften ist uns der eingangs schon mal gefallene Begriff der <em>Richtigkeit<\/em> sicher n\u00e4her, wei\u00df man doch nie, ob das mit gr\u00f6\u00dfter Sorgfalt durchgef\u00fchrte <em>in vitro<\/em> Experiment letztlich eine biologische Wahrheit enth\u00fcllt. Allerdings findet die \u201eWahrheit\u201c nicht von ungef\u00e4hr in G\u00e4rditz\u2018 Text \u2013 sondern \u00fcber das Bundesverfassungsgericht, das n\u00e4mlich Wissenschaft definiert: als das, \u201e<em>was nach Inhalt und Form als ernsthafter und planm\u00e4\u00dfiger Versuch zur Ermittlung von Wahrheit anzusehen ist<\/em>&#8222;<sup data-fn=\"ea80a246-c410-4370-ac48-eb36e51f96d7\" class=\"fn\"><a href=\"#ea80a246-c410-4370-ac48-eb36e51f96d7\" id=\"ea80a246-c410-4370-ac48-eb36e51f96d7-link\">2<\/a><\/sup> \u2013 und Wissenschaftler*innen kennzeichnet es eben, in ihrem korrekt durchgef\u00fchrten Experiment nicht die ganze Wahrheit, sondern nur einen (oft genug recht kleinen) Beitrag dazu zu sehen. Nicht umsonst nennen wir unsere Experimente Versuche.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Aspekt kommt im BZpB-Text reichlich kurz, obgleich er f\u00fcr uns alle, die wir Laborwissenschaft betreiben, zentral sein d\u00fcrfte: Im Text hei\u00dft es, man m\u00f6chte es fast \u201eoptimistisch\u201c nennen: \u201e<em>Die Freiheit der Wissenschaft sch\u00fctzt daher davor, dass der Staat mit hoheitlicher Gewalt selbst Teilnehmer des Wissenschaftsprozesses wird und \u00fcber Wahrheiten autoritativ entscheidet, also Richtigkeit durch rohe Macht ersetzt<\/em>\u201c. Dazu aber, dass der Staat mit hoheitlicher (Finanz-)Gewalt l\u00e4ngst Teilnehmer des Wissenschaftsprozesses <strong><em>ist<\/em><\/strong>, n\u00e4mlich \u00fcber den Ausbau der Programm- [und Exzellenz]f\u00f6rderung zu Lasten der Grundfinanzierung, f\u00e4llt kein Wort. Das mag daran liegen, dass der Autor als Jurist \u2013 anders als die meisten von uns \u2013 zur Durchf\u00fchrung seiner Forschung nicht notwendig Sachmittel ben\u00f6tigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun k\u00f6nnte man argumentieren, es sei nett genug vom Staat, wenn er der Wissenschaft \u00fcberhaupt Geld gibt, sp\u00e4testens dadurch erkaufe er sich doch ein Mitspracherecht, und in der Tat gibt es gen\u00fcgend L\u00e4nder, in der die Wissenschaft ohne staatliche Grundausstattung auskommen muss. Die Wissenschaftsfreiheit sch\u00fctze also vor staatlicher Einmischung, aber zwinge den Staat doch nicht, diese freie Wahl von Forschungsfragen auch zu bezahlen. Und nat\u00fcrlich sind der Wissenschaftsfreiheit harte Grenzen in Form endlicher Budgets gesetzt; aber ob diese Budgets in F\u00e4chern, die nun einmal ohne Reagentien nicht forschen k\u00f6nnen, wirklich so gedeckelt werden d\u00fcrfen, dass man nur noch Reviews schreiben kann, d\u00fcrfte eher verneint werden, besch\u00e4ftigt man sich mit der Diskussion \u00fcber \u201eangemessene Ausstattung\u201c. Tats\u00e4chlich wird die Wissenschaftsfreiheit \u2013 juristisch gesprochen \u2013 nicht nur als ein Abwehrrecht aufgefasst, sondern es wird ihr auch eine \u201e<em>gew\u00e4hrleistungsrechtliche Dimension<\/em>\u201c zugeschrieben<sup data-fn=\"1acbab11-038f-47b9-8654-d433fe4ee7a7\" class=\"fn\"><a href=\"#1acbab11-038f-47b9-8654-d433fe4ee7a7\" id=\"1acbab11-038f-47b9-8654-d433fe4ee7a7-link\">3<\/a><\/sup> \u2013 eine Rechtsauffassung, die wir alle kennen sollten, wenn es nun zunehmend um K\u00fcrzungen im Hochschulbudget geht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wohlweislich dr\u00fcckte ich mich bisher um die Philosophen und ihre Beitr\u00e4ge zur Wissenschaftsfreiheit, denn auf der Suche danach geriet ich in ein Wurmloch aus Repliken, Repliken auf Repliken und Stellungnahmen zu Stellungnahmen, auf die anschlie\u00dfend eine Erwiderung folgt.<sup data-fn=\"5dbecd89-0404-4583-a7b9-a66a77172d1a\" class=\"fn\"><a href=\"#5dbecd89-0404-4583-a7b9-a66a77172d1a\" id=\"5dbecd89-0404-4583-a7b9-a66a77172d1a-link\">4<\/a><\/sup> Kurz fragt man sich, was die ganz besonders eifrig Replizierenden \u2013 ein Begriff, den unsereins mehr so aus der Virusvermehrung kennt \u2013 eigentlich beruflich machen. Aber gut, wir wollen hier nicht ins Disziplinenbashing verfallen, schlie\u00dflich mag auch unser Hang zum exzessiven Pipettieren anderen Wissenschaftsdisziplinen durchaus iterativ erscheinen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Wesentlichen befasste sich der Streit mit dem Netzwerk Wissenschaftsfreiheit \u2013 einer Vereinigung, die leider nur dem Namen nach ins Thema passt und sich vor allem mit gender-, trans- und migrationsfeindlichen Akteuren und Akteurinnen einen Namen machte. Zur Gr\u00fcndung motiviert wurde der Verein u.&nbsp;a. durch Absagen von hochschul\u00f6ffentlichen Vortr\u00e4gen nach Protesten. Dar\u00fcber, ob derartige Vortr\u00e4ge immer <em>nach Inhalt und Form als ernsthafter und planm\u00e4\u00dfiger Versuch zur Ermittlung von Wahrheit <\/em>anzusehen sind (BVerfG), ob es also \u00fcberhaupt je um Wissenschafts- und nicht vielmehr um Meinungsfreiheit ging, m\u00f6gen andere streiten (Gutmann verneint das deutlich: \u201cdas wird man ja noch sagen d\u00fcrfen\u201c sei keine wissenschaftliche Kommunikation und f\u00fcr Meinungsfreiheit brauche man keine H\u00f6rs\u00e4le<sup data-fn=\"ade02d5c-6c64-44f5-bdb7-b98eacdb3f2b\" class=\"fn\"><a href=\"#ade02d5c-6c64-44f5-bdb7-b98eacdb3f2b\" id=\"ade02d5c-6c64-44f5-bdb7-b98eacdb3f2b-link\">5<\/a><\/sup>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Philosophie jedenfalls braucht die Naturwissenschaften \u2013 so schien es im Wurmloch \u2013 im Wesentlichen dann, wenn pseudobiologische Beweise gef\u00fchrt werden sollen, die gelegentlich gewisse Ahnungslosigkeit vom Gegenstand kennzeichnet. Etwa das viel beschworene und davon auch nicht richtigere Postulat, die Biologie kenne nur zwei Geschlechter \u2013 eine Behauptung, die Chromosomens\u00e4tze jenseits von xx und xy faktisch ignoriert und vor der Tatsache, dass 90 % der weiblichen Zwillinge m\u00e4nnlicher K\u00e4lber mit einem Ph\u00e4notyp<sup data-fn=\"136fdbb1-85be-4b6b-8e2f-33f4df76fbad\" class=\"fn\"><a href=\"#136fdbb1-85be-4b6b-8e2f-33f4df76fbad\" id=\"136fdbb1-85be-4b6b-8e2f-33f4df76fbad-link\">6<\/a><\/sup> zur Welt kommen, den man mit einigem Recht als \u201etrans\u201c bezeichnen k\u00f6nnte, vollends in die Knie ginge (ganz abgesehen davon, dass es jenseits des biologischen Geschlechts auch die Dimension \u201eGender\u201c gibt, die keinerlei biologische Rechtfertigung braucht; aber das wiederum bewegt sich au\u00dferhalb <em>meiner<\/em> Fachdisziplin). An dieser Stelle ist es schlicht unser Job, uns gegen Vereinnahmung zu wehren, und dass wir vom deutschen Begriff \u201eRassen\u201c selbst im Tierreich nur noch dort sprechen, wo sie artifiziell durch Z\u00fcchtung geschaffen wurden, ging an biologiefernen Vertreter eines biologischen Rassebegriffs offenbar auch vorbei \u2013 mit der Jenaer Erkl\u00e4rung<sup data-fn=\"5fe7dee4-81df-4502-8021-2acb2fb2af4a\" class=\"fn\"><a href=\"#5fe7dee4-81df-4502-8021-2acb2fb2af4a\" id=\"5fe7dee4-81df-4502-8021-2acb2fb2af4a-link\">7<\/a><\/sup> jedenfalls sind sie nicht d\u2019accord. Zu konstruieren, es sei \u201eDe-platforming\u201c und ein Angriff auf die Wissenschaftsfreiheit, wenn man als Geisteswissenschaftler*in nicht biologischen Unsinn erz\u00e4hlen darf, ist jedenfalls durchaus dreist, denn die Wissenschaftsfreiheit bezieht sich, anders als die Meinungsfreiheit, eben gerade nicht auf eine \u201e<em>Freiheit zur Irrationalit\u00e4t, ein Grundrecht des Emotionalen, des Unreflektierten<\/em>\u201c, sondern ist gebunden an \u201e<em>Standards fachlicher<\/em> [!] <em>Rationalit\u00e4t<\/em>\u201c und die \u201e<em>\u00fcberpr\u00fcfbare Erkenntnis von Wirklichkeit in einem methodisch disziplinierten Konstruktionsprozess<\/em>\u201c.<sup data-fn=\"2624b497-8303-4e2d-8c5f-0f38d5a88c25\" class=\"fn\"><a href=\"#2624b497-8303-4e2d-8c5f-0f38d5a88c25\" id=\"2624b497-8303-4e2d-8c5f-0f38d5a88c25-link\">8<\/a><\/sup> Aufgemerkt: die relevante Methodendisziplin an dieser Stelle sind wir, und nicht etwa rassismusnah argumentierende Philosophen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bleibt der h\u00e4ufiger vorgetragene Punkt, die Naturwissenschaften seien nun einmal unpolitisch und insofern von der Auseinandersetzung um die Wissenschaftsfreiheit gar nicht betroffen. Das ist erstens falsch (jedenfalls an Hochschulen), und zweitens eine komfortable Situation, die uns jederzeit entzogen werden kann. Falsch ist es, weil Wissenschaftler*innen an Hochschulen gehalten sind, sich in die Selbstverwaltung einzubringen und dort \u00fcber das Wohl und Wehe Aller mitentscheiden \u2013 sich also gegebenenfalls auch vor (fr\u00fcher) angegriffene F\u00e4cher stellen m\u00fcssen. Und fragil ist es, eben weil wir (unter anderem) Dinge beforschen, die auch auf die politische Agenda geraten \u2013 das wissen wir sp\u00e4testens seit der absurden Negativselektion von NIH-grant applications anhand von W\u00f6rtern, die in biomedizinischer Forschung nun mal hochfrequent vorkommen \u2013 \u201esex\u201c, \u201ewomen\u201c und \u2013 die Mikrobiomforschung erstarrt \u2013 diversity.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Netzwerk Nachhaltige Wissenschaft, dessen Ziel es ist, faire, transparente und demokratische Strukturen an Hochschulen zu verankern, positionierte sich wiederholt klar zur Wissenschaftsfreiheit: zuletzt zur Academic Freedom in den USA<sup data-fn=\"a96b179b-d528-407a-a8c7-44448057fa9e\" class=\"fn\"><a href=\"#a96b179b-d528-407a-a8c7-44448057fa9e\" id=\"a96b179b-d528-407a-a8c7-44448057fa9e-link\">9<\/a><\/sup>, das den Blick auch auf wenig resiliente Punkte des deutschen Wissenschaftssystems richtet, etwa den hohen Anteil befristet und prek\u00e4r Besch\u00e4ftigter und die Abh\u00e4ngigkeit von (kurzlebiger und deshalb unschwer zu entziehender) Drittmittelf\u00f6rderung, und vorher schon in einer Stellungnahme im Vorfeld der Bundestagswahl, die sich u.a. gegen die AfD-Drohung richtet, Forschung mit Genderbezug abzuschaffen.<sup data-fn=\"050b46ad-9b05-4878-a363-2ba271bbba91\" class=\"fn\"><a href=\"#050b46ad-9b05-4878-a363-2ba271bbba91\" id=\"050b46ad-9b05-4878-a363-2ba271bbba91-link\">10<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einem offenen Brief<sup data-fn=\"edc6f377-ea10-4070-9613-e61477a4de54\" class=\"fn\"><a href=\"#edc6f377-ea10-4070-9613-e61477a4de54\" id=\"edc6f377-ea10-4070-9613-e61477a4de54-link\">11<\/a><\/sup> an Dorothea B\u00e4r, BMFTR thematisiert unser Netzwerk auch, was Wissenschaftsfreiheit <em>nicht<\/em> ist: zum Beispiel <em>die Freiheit, \u201eUntergebene\u201c wie Leibeigene zu behandel<\/em>n, solange die Drittmittelbilanz stimmt; <em>\u00f6ffentliche Gelder zu verschwenden<\/em>; <em>die eigene Arbeit und ihre Ergebnisse [\u2026] zu verf\u00e4lschen<\/em>, oder auch: <em>wichtige Personalentscheidungen [\u2026] im Hinterzimmer zu treffen<\/em>. F\u00fcr manches davon sind die Lebenswissenschaften anf\u00e4lliger als Philosoph*innen: Ein Denkprozess f\u00e4lscht sich schwerer als ein Laborexperiment, und Macht kann man nur dann missbrauchen, wenn man auch welche hat \u2013 wenn es also Personal gibt, bevorzugt in stark hierarchischen Strukturen, wie beispielsweise in der Medizin immer noch \u00fcblich. Manches finden wir auch bequem, und empfinden als Angriff, es nicht mehr zu d\u00fcrfen: Kompetitive, kontrollierte Bewerbungsverfahren doch bitte allenfalls um die Professur; vorher wollen wir fein ungest\u00f6rt Kronprinzen heranziehen Tut uns leid: Der Aufbau kleiner K\u00f6nigreiche \u2013 zuf\u00e4llig schreibe ich diese Zeilen w\u00e4hrend der US-amerikanischen No-kings-protests \u2013 ist nicht von der Wissenschaftsfreiheit gedeckt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf der Positivseite z\u00e4hlen wir zur Wissenschaftsfreiheit in diesem Brief (neben vielem, was hier schon verhandelt wurde) auch <em>die Etablierung von Publikations- und Kommunikationsformen, die es erlauben, Forschungsergebnisse barrierefrei mit m\u00f6glichst vielen zu teilen<\/em>.&nbsp;\u2013 etwas, das manchem eher als Angriff auf ihre Wissenschafts-?, nun ja, Wahlfreiheit gilt. Aber: Wissenschaftsfreiheit wird gew\u00e4hrt, um die Wissenschaft besser zu machen \u2013 und nat\u00fcrlich ist es f\u00fcr die Wissenschaft vorteilhaft, wenn Wissenschaftler*innen ohne Zugangsh\u00fcrden (= Subskriptionen) auf alle Artikel zugreifen k\u00f6nnen. Himpsl<sup data-fn=\"a469ad79-4fee-421a-b4cc-8f191ff8ef2f\" class=\"fn\"><a href=\"#a469ad79-4fee-421a-b4cc-8f191ff8ef2f\" id=\"a469ad79-4fee-421a-b4cc-8f191ff8ef2f-link\">12<\/a><\/sup> f\u00fchrt zudem das \u201eBildungsargument\u201c f\u00fcr die Wissenschaftsfreiheit ins Feld: man w\u00fcnsche sich doch, frei gesagt, \u201e<em>junge Menschen, die in Zeiten von Social Media und Fake-News [\u2026] vom Geist der Unbestechlichkeit beseelt<\/em>\u201c sind und auch wenn unsereins vermutlich eine etwas andere Formulierung w\u00e4hlen w\u00fcrde: bisschen weniger Esoterik im Netz und etwas mehr Wissen \u00fcber Physiologie w\u00e4re schon gut, und gelungene Wissenschaftskommunikation dazu sicher n\u00f6tig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man ahnt es schon: unter den Kolleg*innen macht man sich nicht nur Freunde, verweist man mit Elif \u00d6zmen darauf, dass die Wissenschaftsfreiheit gegen gleichwertige G\u00fcter von Verfassungsrang sorgf\u00e4ltig abzuw\u00e4gen ist<sup data-fn=\"bf93ee01-fd74-435a-9b82-66e3fc99c505\" class=\"fn\"><a href=\"#bf93ee01-fd74-435a-9b82-66e3fc99c505\" id=\"bf93ee01-fd74-435a-9b82-66e3fc99c505-link\">13<\/a><\/sup> \u2013 und gelegentlich auch schlicht unterliegt (zum Beispiel der Bio- und Arbeitssicherheit). Noch einmal mit Franz Himpsl gesprochen: Wissenschaftsfreiheit \u201e<em>ist kein Geschenk an die Personengruppe der Wissenschaftler, sondern stellt vielmehr eine absichtsvolle Bevorzugung dar, der eine bestimmte gesellschaftliche Funktion eingeschrieben ist und die an bestimmte Bedingungen gekn\u00fcpft ist. Wissenschaftsfreiheit l\u00e4sst sich demzufolge nur legitimieren, wenn sie dem Wohle aller dient<\/em>.\u201c<sup data-fn=\"352901d3-b510-4d32-b937-92d7b989da9d\" class=\"fn\"><a href=\"#352901d3-b510-4d32-b937-92d7b989da9d\" id=\"352901d3-b510-4d32-b937-92d7b989da9d-link\">14<\/a><\/sup> Im Grunde ist es uns wom\u00f6glich selbst zuzuschreiben, dass in manchen gro\u00dfen Punkten die Wissenschaftsfreiheit heute restriktiver ausgelegt wird als fr\u00fcher (Stichworte: Milit\u00e4rforschung, Stammzellenforschung): Wer immerzu darauf verweist, wie <em>n\u00fctzlich<\/em> und potentiell <em>anwendbar <\/em>die eigene Forschung ist, obwohl die Wissenschaftsfreiheit uns von diesem (unmittelbaren) N\u00fctzlichkeitsanspruch eigentlich freistellt, muss sich vielleicht nicht allzu sehr wundern, wenn neben dem m\u00f6glichen <em>Ge<\/em>brauch auch der potentielle <em>Miss<\/em>brauch ins Bewusstsein der Gesellschaft r\u00fcckt. <em>Zugunsten der Wissenschaftsfreiheit sei &#8222;[\u2026] mit zu ber\u00fccksichtigen, da\u00df gerade eine von gesellschaftlichen N\u00fctzlichkeits- und politischen Zweckm\u00e4\u00dfigkeitsvorstellungen befreite Wissenschaft dem Staat und der Gesellschaft im Ergebnis am besten dient&#8220;, <\/em>zitiert G\u00e4rditz<sup data-fn=\"cc3ace86-890d-4b5e-a5b0-30e9e73fd990\" class=\"fn\"><a href=\"#cc3ace86-890d-4b5e-a5b0-30e9e73fd990\" id=\"cc3ace86-890d-4b5e-a5b0-30e9e73fd990-link\">15<\/a><\/sup> das BVerfGE. In Zeiten, in denen \u2013 so hat man den Eindruck \u2013 Universit\u00e4ten ihre Transferbereiche liebevoller pflegen als ihre Studierenden, sollte man das m\u00f6glicherweise fettdrucken lassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kurze Zeit meines Lebens war ich Teil eines Philosophiezirkels. Fragen Sie nicht wie es kam, man mag es \u201everschlungene Wege\u201c nennen. Niemand von uns war Philosoph, aber das st\u00f6rt ja andere Menschen nicht einmal dabei, selbst philosophische Werke zu verfassen. Insofern f\u00fchlte ich mich also allenfalls ma\u00dfvoll schlecht dabei, als Nicht-Philosophin B\u00fccher echter Philosophen nur zu lesen und zu besprechen. Wenn ich es recht bedenke, lasen wir gar keine Philosophen, stattdessen Soziologen und Psychologen (leider gab die Autorenwahl keinen Anlass zum Binnenstern, aber der Philosophiezirkel \u00fcberlebte den Corona-Alltag auch nicht lange). Gleich das erste dieser Treffen jedenfalls \u2013 wir n\u00e4hern uns wieder dem Thema \u2013 stand unter dem Leitbegriff \u201eFreiheit und Verantwortung\u201c und schlug den Bogen von der \u201eFreiheit wovon?\u201c zur \u201eFreiheit wozu?\u201c. Freiheit, so schrieb der Initiator, sei \u201ekein individuelles Privileg, sondern eine Aufgabe: wir erschaffen einen gesellschaftlichen Rahmen, eine kluge Debatte, ein Sinnieren f\u00fcr mehr Lebenswert &#8211; oder es geschieht nicht\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir sprachen nicht von Wissenschaftsfreiheit an diesem Abend \u2013 aber doch auch. Wir trafen uns, bevor sich in Potsdam andere Menschen trafen, um von Deportation zu fantasieren \u2013 darunter ein Mitglied des Netzwerks Wissenschaftsfreiheit. Wir sprachen damals nicht explizit von Wissenschaftsfreiheit, weil die meisten von uns nicht aus der Wissenschaft kamen. Sp\u00e4ter sprachen wir lange nicht mehr von Wissenschaftsfreiheit, weil uns das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit den Begriff verdarb, als eine \u201eFreiheit von\u201c: Freiheit von l\u00e4stiger R\u00fccksichtnahme, Freiheit von (nichtexistenten) Sprechverboten, Freiheit \u2013 so mutet es an \u2013 von einer Verantwortung, der man sich in Deutschland ohnehin nicht gerne stellt: f\u00fcr ein entschlossenes Eintreten gegen Faschismus. So erscheint auch nur folgerichtig, dass man vom Netzwerk Wissenschaftsfreiheit nun nichts h\u00f6rt zu den neofaschistischen Interventionen in die Wissenschaftsfreiheit, wie sie die USA seit Trumps Amtsantritt ersch\u00fcttern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In letzter Zeit ist es gl\u00fccklicherweise so still geworden um das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit, dass wir ihn uns zur\u00fcckerobern k\u00f6nnen &#8211; den Ausdruck. Aber ob wir verteidigen k\u00f6nnen, wof\u00fcr er steht, h\u00e4ngt elementar an uns allen. Schon l\u00e4ngst n\u00e4mlich hat uns die Wissenschaftsfreiheit in unserem allt\u00e4glichen Agieren verlassen. Unsere Forschung ist frei? Die politischen F\u00f6rderinstitutionen sind freier, gelegentlich auch: Freier, die uns daf\u00fcr bezahlen, ihnen zu jenem Willen zu sein, den sie in geradezu \u00fcbergriffigen Ausschreibungstexten ausformulieren. Nun ist niemand gezwungen, sich an diesen Ausschreibungen zu beteiligen (nein? In einer Umfrage der CAU Kiel empfinden gerade einmal 17 % der Professor*innen <em>keinen <\/em>Erwartungsdruck, Drittmittel einzuwerben; und mutma\u00dflich sitzen sie nicht in Laboren). Ja, die DFG f\u00f6rdert nach wie vor themenfrei. Allerdings braucht es nicht erst die drastischen K\u00fcrzungen an Berlins Kultur- und Bildungsinstitutionen, um uns vor Augen zu f\u00fchren: Was man \u00fcberwiegend in Projektform f\u00f6rdert, f\u00f6rdert man eben nicht verl\u00e4sslich, man kann es je nach politischem Gusto jederzeit zu Fall bringen oder jedenfalls empfindlich beschneiden \u2013 das gilt auch f\u00fcr F\u00f6rderinstitutionen im Ganzen. Und da sprechen wir noch gar nicht von Sanktionsma\u00dfnahmen, wie sie sich die FDP-F\u00fchrung eines BMBF f\u00fcr Profs ertr\u00e4umte, die sie zuvor als antisemitisch diffamiert hatte. Eine FDP, die \u00fcbrigens durchaus auch dazu beitrug, mir die Begriffe \u201efrei\u201c und \u201eFreiheit\u201c zu verleiden wie sonst eigentlich nur noch Marius M\u00fcller-Westernhagen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ganz schnell vorbei ist es \u00fcbrigens mit der Freiheit, wenn wir uns allzu offen zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung bekennen \u2013 jedenfalls dann, wenn wir klar benennen, was nicht mit ihr vereinbar ist (eine gesichert rechtsextreme AfD, beispielsweise). Dann verweist man uns hurtig auf \u201eNeutralit\u00e4tspflichten\u201c, von denen keiner so recht wei\u00df, wieviel daran \u201eurban legend\u201c ist, und was uns tats\u00e4chlich rechtlichen Konsequenzen aussetzt. Gern w\u00e4re man an der Stelle Danger Dan und s\u00e4nge \u201edas ist alles von der Wissenschaftsfreiheit gedeckt\u201c, aber an diesem Vergleich hakt nicht nur das Versma\u00df. So positionieren sich viele also lieber erst gar nicht, nicht gegen die AFD-Akteure in unseren Universit\u00e4ten und erst recht nicht gegen die AfD im Ganzen \u2013 eine AFD, die Landesregierungen und damit Universit\u00e4ten nicht l\u00e4nger nur \u00fcberflutet mit Kleinen Anfragen zu allem, was ihnen missliebig ist, sondern die inzwischen auch beantragt, ganze Studieng\u00e4nge zu schlie\u00dfen<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Daf\u00fcr, uns die gr\u00f6\u00dfte Gefahr so eindr\u00fccklich zu demonstrieren, k\u00f6nnten wir den USA gar nicht dankbar genug sein, w\u00e4re das nicht so zynisch angesichts des hohen Preises, den die Wissenschaft dort nun bezahlt: nur, weil Natur- und Lebenswissenschaftler*innen sich ungern politisch positionieren, hei\u00dft das noch lange nicht, dass sie vor politischer Willk\u00fcr sicher sind. Zu den ersten Institutionen, die in den USA sichtbar von K\u00fcrzungen und Vorgaben geknebelt wurden, geh\u00f6rten die National Institutes of Health. \u201eDie Freiheit der Anderen\u201c zu sch\u00fctzen ist nur auf den ersten Blick ein altruistischer Impuls, in Wahrheit aber ein schlicht notwendiger: sobald es irgendwo beginnt, trifft es uns irgendwann alle. Im Weidel-Satz \u201e<em>Wir schmei\u00dfen alle diese Professoren raus<\/em>\u201c ist \u201c<em>diese<\/em>\u201c ein durchaus schwammiger Platzhalter \u2013 und f\u00fcr das Satzgef\u00fcge letztlich auch ganz entbehrlich. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Christina H\u00f6lzel, Kiel. Erschienen am 15.07.2025 im Laborjournal, <a href=\"https:\/\/www.laborjournal.de\/\">https:\/\/www.laborjournal.de\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/netzwerk-nachhaltige-wissenschaft.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Essay_Wissenschaftsfreiheit_Hoelzel.pdf\">Statement als pdf zum Download<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n<ol class=\"wp-block-footnotes\"><li id=\"63572ed3-4988-4ba7-9f72-025cb84ba9b3\"><a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/shop\/zeitschriften\/apuz\/wissenschaftsfreiheit-2021\/343222\/die-politische-grammatik-der-wissenschaftsfreiheit\/\">https:\/\/www.bpb.de\/shop\/zeitschriften\/apuz\/wissenschaftsfreiheit-2021\/343222\/die-politische-grammatik-der-wissenschaftsfreiheit\/<\/a> <a href=\"#63572ed3-4988-4ba7-9f72-025cb84ba9b3-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 1 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li id=\"ea80a246-c410-4370-ac48-eb36e51f96d7\">BVerfGE 35, 79 (113); 47, 327 (367). Zur\u00fcckgehend auf Rudolf Smend, Das Recht der freien Meinungs\u00e4u\u00dferung, in: Ver\u00f6ffentlichungen der Vereinigung Deutscher Staatsrechtslehrer, Bd. 4, Berlin 1928, S. 44\u201373, hier S. 67; zitiert nach G\u00e4rditz,. 2021 <a href=\"#ea80a246-c410-4370-ac48-eb36e51f96d7-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 2 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li id=\"1acbab11-038f-47b9-8654-d433fe4ee7a7\">Gutmann, Freiheit der Wissenschaft, Freiheit der Meinung, in Elif \u00d6zmen (Hrsg): Wissenschaftsfreiheit im Konflikt. 2021, J.B. Metzler, Berlin, Heidelberg <a href=\"#1acbab11-038f-47b9-8654-d433fe4ee7a7-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 3 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li id=\"5dbecd89-0404-4583-a7b9-a66a77172d1a\"><a href=\"https:\/\/praefaktisch.de\/wissenschaftsfreiheit\/\">https:\/\/praefaktisch.de\/wissenschaftsfreiheit\/<\/a> <a href=\"#5dbecd89-0404-4583-a7b9-a66a77172d1a-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 4 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li id=\"ade02d5c-6c64-44f5-bdb7-b98eacdb3f2b\">Gutmann, Freiheit der Wissenschaft, Freiheit der Meinung, in Elif \u00d6zmen (Hrsg): Wissenschaftsfreiheit im Konflikt. 2021, J.B. Metzler, Berlin, Heidelberg <a href=\"#ade02d5c-6c64-44f5-bdb7-b98eacdb3f2b-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 5 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li id=\"136fdbb1-85be-4b6b-8e2f-33f4df76fbad\"><a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/topics\/veterinary-science-and-veterinary-medicine\/freemartin\">https:\/\/www.sciencedirect.com\/topics\/veterinary-science-and-veterinary-medicine\/freemartin<\/a> <a href=\"#136fdbb1-85be-4b6b-8e2f-33f4df76fbad-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 6 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li id=\"5fe7dee4-81df-4502-8021-2acb2fb2af4a\"><a href=\"https:\/\/www.uni-jena.de\/22120\/jenaer-erklaerung\">https:\/\/www.uni-jena.de\/22120\/jenaer-erklaerung<\/a> <a href=\"#5fe7dee4-81df-4502-8021-2acb2fb2af4a-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 7 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li id=\"2624b497-8303-4e2d-8c5f-0f38d5a88c25\"><a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/shop\/zeitschriften\/apuz\/wissenschaftsfreiheit-2021\/343222\/die-politische-grammatik-der-wissenschaftsfreiheit\/\">https:\/\/www.bpb.de\/shop\/zeitschriften\/apuz\/wissenschaftsfreiheit-2021\/343222\/die-politische-grammatik-der-wissenschaftsfreiheit\/<\/a> <a href=\"#2624b497-8303-4e2d-8c5f-0f38d5a88c25-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 8 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li id=\"a96b179b-d528-407a-a8c7-44448057fa9e\"><a href=\"https:\/\/netzwerk-nachhaltige-wissenschaft.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/USA_Statement_final.pdf\">https:\/\/netzwerk-nachhaltige-wissenschaft.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/USA_Statement_final.pdf<\/a> <a href=\"#a96b179b-d528-407a-a8c7-44448057fa9e-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 9 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li id=\"050b46ad-9b05-4878-a363-2ba271bbba91\"><a href=\"https:\/\/netzwerk-nachhaltige-wissenschaft.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/NNW_Wissenschaftsfreiheit_final.pdf\">https:\/\/netzwerk-nachhaltige-wissenschaft.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/NNW_Wissenschaftsfreiheit_final.pdf<\/a> <a href=\"#050b46ad-9b05-4878-a363-2ba271bbba91-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 10 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li id=\"edc6f377-ea10-4070-9613-e61477a4de54\"><a href=\"https:\/\/netzwerk-nachhaltige-wissenschaft.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Offener-Brief_Netzwerk-Nachhaltige-Wissenschaft.pdf\">https:\/\/netzwerk-nachhaltige-wissenschaft.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Offener-Brief_Netzwerk-Nachhaltige-Wissenschaft.pdf<\/a> <a href=\"#edc6f377-ea10-4070-9613-e61477a4de54-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 11 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li id=\"a469ad79-4fee-421a-b4cc-8f191ff8ef2f\">Franz Himpsl, Akademische Freiheit und die Verantwortung des Wissenschaftlers f\u00fcr epistemische Produktivit\u00e4t. In: Elif \u00d6zmen (Hrsg): Wissenschaftsfreiheit im Konflikt. 2021, J.B. Metzler, Berlin, Heidelberg <a href=\"#a469ad79-4fee-421a-b4cc-8f191ff8ef2f-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 12 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li id=\"bf93ee01-fd74-435a-9b82-66e3fc99c505\">Elif \u00d6zmen, Epistemische Offenheit als Wagnis. \u00dcber Wissenschaftsfreiheit und Wissenschaftsethos in der Demokratie. In: Elif \u00d6zmen (Hrsg): Wissenschaftsfreiheit im Konflikt. 2021, J.B. Metzler, Berlin, Heidelberg <a href=\"#bf93ee01-fd74-435a-9b82-66e3fc99c505-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 13 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li id=\"352901d3-b510-4d32-b937-92d7b989da9d\">Franz Himpsl, Akademische Freiheit und die Verantwortung des Wissenschaftlers f\u00fcr epistemische Produktivit\u00e4t. In: Elif \u00d6zmen (Hrsg): Wissenschaftsfreiheit im Konflikt. 2021, J.B. Metzler, Berlin, Heidelberg <a href=\"#352901d3-b510-4d32-b937-92d7b989da9d-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 14 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><li id=\"cc3ace86-890d-4b5e-a5b0-30e9e73fd990\"><a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/shop\/zeitschriften\/apuz\/wissenschaftsfreiheit-2021\/343222\/die-politische-grammatik-der-wissenschaftsfreiheit\/\">https:\/\/www.bpb.de\/shop\/zeitschriften\/apuz\/wissenschaftsfreiheit-2021\/343222\/die-politische-grammatik-der-wissenschaftsfreiheit\/<\/a> <a href=\"#cc3ace86-890d-4b5e-a5b0-30e9e73fd990-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 15 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><\/ol>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Essay, so verriet mir das Internet, als ich zum ersten Mal in die Verlegenheit kam, einen zu schreiben, sei ein geist- und kenntnisreicher Text zu einem scharf umfassten Thema. 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